Freitag, 1. Februar 2019

Filmkritik Polar

Ein Auftragskiller will sich zu Ruhe setzen, aber damit fangen die Probleme erst an. Wenn man nur diesen Satz liest, könne man meinen ich schreibe über "John Wick" oder "the Equalizer". Aber nein. Auch wenn ich beide Filme und deren Fortsetzungen mochte, erst "Polar" hat mich wirklich beeindruckt.
Aber erst mal zur Story; Duncan, "the Black Kaiser" (grandios gespielt von Mads Mikkelsen), ist ein Auftragskiller, der sich seinen Rentenalter nähert und einfach nur in einer Hütte im tiefsten Montana leben will. Er arbeitet noch für eine "Firma" die von "Mr. Blut" (Matt Lucas) geführt wird. [Das aber auch anscheinend nur, weil er die Firma von seinen Vater geerbt hat.] Der Deal in der Firma; während der aktiven Zeit zahlen die Killer Geld ein, um im Ruhestand eine üppige Rente zu haben. Sollte aber einem der Killer im Ruhestand etwas zustoßen, geht das ganze Geld an die Organisation. Also schickt Mr. Blut Killer los, um Duncan zu töten, und das Geld zu kassieren, immerhin mehr als 8 Millionen Dollar. Doch den Black Kaiser zu töten, erweist sich als Ding der Unmöglichkeit. Als Mr. Blut deshalb auch noch Duncans Nachbarin Camille (überraschend gute Vanessa Hudgens) in seine Gewalt bringt, um seinen einstigen Vorzeige-Angestellten zur Aufgabe zu zwingen, sinnt der Black Kaiser endgültig auf blutige Rache... 
Soweit zur Story. Eigentlich nichts Neues und im Grunde auch schon oft erzählt. Vor allem durch die "alter Mann, junge Frau" erinnert er sehr an "The Equalizer" oder "Leon - der Profi". Gewalt und Sex ziehen sich durch den ganzen Film, was den Film von "John Wick" abhebt. Besonders eine Szene macht den Film so besonders. Und zwar als der steife Penis eines Mannes nach seinen Tod schlaffer und schlaffer wird, während man sieht wie die Killer sich aus dem Staub machen. 
Ich will aber die negativen Teile des Films nicht verschweigen. Zuerst wäre da natürlich der Boss, der Bösewicht, Mr. Blut. Denke, im Englischen klingt es deutlich besser. Finde, die Besetzung ziemlich schlecht, da ich bei ihn eher an "Little Britain" denken muss, wo er viele Rollen gespielt hat. Dann das sogenannte Alpha-Team, die Killer-"Elite". Zu schrill, zu laut, zu unseriös. Von den Schauspielern kannte ich nur den einen großen vom Sehen, weiß aber noch nicht Mal, wie er heißt. Und natürlich gibt es einige kleine Plotholes.
Aber über diese kleine Fehler sehe ich sehr gerne hinweg, in Anbetracht der Leistung der jungen, erstaunlich guten Vanessa Hudgens 
und natürlich Mads Milkelsen. Also wenn der überhaupt nicht schlecht spielen könnte. Ich glaube, ich habe noch nie einen schlechten, dafür sehr gute Filme mit ihn gesehen. Kleiner Tipp; "Dänische Delikatessen"
Und dann natürlich das Ende! Ein Traum für einen Filmliebhaber. Mit dem Plottwist habe ich nicht gerechnet.
Die Idee, dass es sowas wie Rentenkasse für Killer gibt, habe ich auch noch nicht oft gesehen, oder zumindest nicht so wahr genommen.
Also Fazit; gute Bilder, tolle Leistung des Hauptcharakter und einiger Nebendarsteller, okaye Story. Tatsächlich habe ich aber vergessen, beim Schauen auf den Soundtrack zu achten, aber das könnt ihr selbst nachholen, wenn ihr den Film selber sieht.
Von mir eine 8,7/10

Sonntag, 20. Januar 2019

Düsseldorfer Museen. Kostenlos, oder auch umsonst?

Winter. Sonntag. Normalerweise würde ich meinen Sonntag damit verbringen, im Café zu chillen und nachdenken. Bisschen lesen, vielleicht was schreiben. Dann spazieren gehen und spätestens um 16 Uhr in die Kneipe.

Aber es ist kalt, spazieren gehen fällt flach. Ich bin ein harter Kerl, aber ich bin zu gemütlich geworden, und es mir einfach zu kalt. Also suchte ich nach einer neuen Aktivität. Und just vor einer Woche erfuhr ich, dass seit diesen Jahr 7 Düsseldorfer Museen sonntags freien Eintritt haben. Und da ich sowieso auf der Suche nach Ideen für den Blog und einer Aktivität bin, verbinde ich das nützliche mit angenehmen.

Eigentlich war der Plan, jeden Sonntag ein Museum zu besuchen. Jaaaaa... Die Idee ist gescheitert. Alleine deswegen, weil die Museen eben nicht so zu bieten haben, um mehr als eine Stunde darin zu verbringen.

Deswegen habe ich auch direkt 4 Museen an einen Sonntag besucht.

Stadtmuseum Düsseldorf

Direkt nach Betreten des Museums kam mir dieser unverkennbare Geruch in die Nase. Das haben alte Museen und Bibliotheken an sich. Kann es auch schlecht beschreiben.

Eins muss ich dem Museum lassen; wenn man alles über die Geschichte Düsseldorfs lernen möchte, ist man da sehr gut aufgehoben. Und zwar alles von der Steinzeit bis zur Neuzeit. Aber für mich persönlich ist es alles ziemlich trocken dargestellt worden. Viel zu lesen, was ich gut finde, aber sehr akademisch. Glücklicherweise bin ich Recht bewandert, was Fachbegriffe angeht, daher fiel es mir nicht schwer alles zu begreifen. Aber für zum Beispiel Kinder ist es wirklich nichts.

Im oberen Geschoss fand dann auch noch eine neue Ausstellung einer aktuellen Künstlerin statt. Und da muss ich ehrlich sagen; ich habe es nicht verstanden. Nichts würde erklärt, kein Ansprechpartner da. Aber das ist ja das Ding bei der neuen Kunst. Entweder man erfindet was, was man darin sehen will, oder man gibt es auf, und gibt zu, dass man es nicht versteht.

Filmmuseum

Tatsächlich ein Highlight bei den 4 Museen. Wenn man sich für Filme interessiert, interessiert man sich zwangsweise auch für die Entstehungsgeschichte. Ich zumindest. Von den Anfängen des Bewegtbildes bis zum 3D-Technik wird alles relativ gut erklärt, ohne dass man über Menge Fachwissen verfügen muss. Sehr anschaulich erklärt, mit Beispielbildern und -videos.

Aber auch da habe ich was zu Kacken; manche Räume sind unübersichtlich und dunkel gehalten. Ich weiß nicht, ob das jetzt mit Absicht ist, oder es sich nur so ergeben hat.

Ansonsten empfehle ich einen Besuch. Allerdings sehr früh. Auf dem Weg nach draußen sah ich die Menschenmassen die gewartet haben, reinzukommen.

Porzellanmuseum

Ehm... Ich weiß jetzt nicht so Recht, was ich dazu schreiben soll. Es gibt halt Porzellan, und zwar aus allen Teilen der Welt. Besonders sehenswert ist es für mich nicht. Aber wer es mag... Einzig interessant war die Dame am Empfang. Ziemlich hübsch.

Schifffahrtmuseum im Schloßturm

Alles was man über die Schifffahrt auf dem Rhein wissen will. Und zwar alles! Sehr viele Modelle der Schiffe aus allen Epochen. Ein Besuch ist es ja schon wert. Ich fand es durchaus interessant, wie sich der Rhein seit der Römer-Zeit verändert hat. Kinder können digital ein Schiff steuern, Netze knöpfen. Joa, alles in allem ziemlich interessant.

Aber das Beste, was es im Museum gibt, ist das Café im obersten Stockwerk. Eine geile Aussicht auf den Rhein und die Altstadt. Leider war zu der Zeit, als ich da war, das Café voll, so dass ich nicht in den Genuss der Aussicht kam, aber das wird auf jeden Fall noch nachgeholt.

Fazit

Im Grunde kann man sagen, dass es eine gute Idee ist, einen kostenlosen Eintrifft einzuführen. Ich wäre sonst nie in das Stadtmuseum gegangen. Wenn ich hätte bezahlen müssen, wäre ich sehr enttäuscht. Aber so ist es eine gute Möglichkeit, mehr über die Stadt zu lernen.
Also ist der Besuch nicht Umsonst.

Wenn man also am Sonntag absolut nichts zu tun hat, kann man sich die Museen anschauen, muss man aber nicht. Im Café kann man auch alles bei Wikipedia nachlesen.

Ich wünschte, auch andere Museen würden bei dieser Aktion mitmachen. Das K20 und K21 zum Beispiel. Die sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

So, nächsten Sonntag dann die übrigen 3 Museen. Bis dahin; Küsschen aufs Nüsschen ✌️